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Liebe Leser,

nutzen Sie gerne die technischen Errungenschaften, die sogenannten „Sozialen Netzwerke“, die wie bei einer Mogelpackung, nicht dem Entsprechen, was die Werbung vorgaukelt und die trotzdem viele mittlerweile für unverzichtbar halten? Angesichts dieses Themas kommen wir gleich zu dem Grund, warum ich, weiblich, 54 Jahre und stets politisch interessiert überhaupt schreibe:
Es ist die blanke Wut. Zurückgezogen in der Idylle des Plauer Sees schreibe ich über die Dinge, die mich bewegen. Wie könnte ich besser, als in einem Buch, meine Befremdlichkeit über viele Dinge, die augenscheinlich nicht nur mich bewegen, zum Ausdruck bringen. Zunächst beschränkte ich mich auf das Krimigenre und veröffentlichte mein erstes Buch im fhl-Verlag, ein Nachfolgekrimi folgt. Mit meinem dritten Roman betrat ich ein neues Feld und schrieb die beklemmende Story eines Paares, die in der heutigen Zeit durchaus realistisch sein könnte. Ich bin der Meinung, Politik geht jeden Bürger etwas an, das politische Geschehen berührt jeden Lebensbereich eines Menschen. Wenn etwas furchtbar schiefläuft, sollte man es beim Namen nennen um es zu ändern. Das nennt man Demokratie. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht lange mit meinem eigenen Werdegang aufhalten und Sie langweilen, denn es geht mir darum, Ihnen etwas über meine Motivation zu erzählen:

Wenn Sie mein neuestes Buch „Die Unterwanderung - Schleichendes Gift “ lesen, werden Sie mich vermutlich verstehen.
Vielleicht wählen Sie danach lieber die altbewährte Form der Kommunikation, treffen sich mit Ihren Leuten zu Hause, gehen ins Café oder zu einem Glas Bier in die gemütliche Eckkneipe.
Dort existieren in der Regel keine zwei, dreihundert Freunde mit diversen Freundschaftsanfragen von Fremden, die mit dazugehören möchten, sondern leibhaftige Menschen. Mit diesen plaudern Sie von Angesicht zu Angesicht, umarmen sich, Scherzen gemeinsam, lachen, schimpfen, streiten und versöhnen sich hinterher. Ab und an kann man sich den Kummer von der Seele reden.
Schön, wenn jemand zuhört.
Bei einem Umzug eilen die Kumpels zur Stelle, um zu helfen.
In den „Sozialen Netzwerken“ kommen die meisten jedoch nur, wenn irgendwo eine tolle Party läuft.
Und die Sache des persönlichen Kontakts besitzt noch einen wesentlichen Vorteil: Sie befinden sich weniger in der Gefahr, an einer Depression zu erkranken, denn die schwindet mit der Aufnahme von guten Sozialkontakten.
Ein beachtlicher Aspekt ist, dass kein fremder Dritter zugegen ist, der sich für Ihre vielleicht oftmals höchst intimen Unterhaltungen interessiert.

Eine schöne neue (Schein) Welt. Unsere Zivilisation ändert sich laufend, in den letzten zwanzig Jahren nahm die technische Entwicklung rasant zu.
Manchmal reibe ich mir erstaunt die Augen und denke, ich sei in einem Sciencefiction-Film mit Arnold Schwarzenegger & Co. aufgewacht und frage mich:
Geht es nur mir so?
Warum steht niemand auf?
Weshalb schlucken die Menschen in diesem Land diese Kröten?
Ein kompletter Planet wirkt völlig betäubt, wie unter Hypnose.

Gleichgültig, wie gigantisch die Ausmaße der Abhöraktionen auch sein mögen, bei allen Menschen hat sich eine Gewöhnung vollzogen.
Sitzen wir nur noch als Einzeller in freiwilliger Einzelhaft?
Die Fiktion ist zur Wirklichkeit geworden.
Und damit komme ich zum Kern, weshalb ich überhaupt schreibe:
Seit einer geraumen Zeit trage ich Wut in mir, und zwar darüber, dass die soziale positive Entwicklung innerhalb unserer modernen Gesellschaft rückwärts läuft.
Es kommt mir vor, als sei die Zeitmaschine zurückgespult worden bis hin zu der Ära vor der französischen und russischen Revolution, in denen die meisten Menschen unter Rechtlosigkeit litten.
Hauptsache Arbeit, Weiteres scheint die politische Seite nicht zu interessieren.
Im Bereich Bildung wurde immer mehr eingespart, viele junge Leute eilen trotz Studiums von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten.
Angesichts der Fülle von desaströsen Beschäftigungsverhältnissen mit Gehältern unterhalb der Armutsgrenze war die Einführung eines mindestens gezahlten Stundenlohns bereits lange überfällig.
Aber das Gesetz ist wie manches von dem, was von politischer Seite gemacht wird, schlecht durchdacht. Es bietet eine Menge Schlupflöcher, und der Mindestlohn, wird durch Tricksereien von Arbeitgeberseite durchsiebt. Es kommen Verträge zustande, bei denen sich viele Unternehmen sogar besser zulasten des Arbeitnehmers stehen als zuvor.
Es scheint ein Umbruch stattzufinden, der an frühere Feudalherrschaften erinnert. Nicht umsonst klafft die Lücke zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.
Und das, da bin ich völlig sicher, ist von politischer Seite so gewollt.

Derzeit befinden sich große Teile der Bevölkerung eines ganzen Kontinents durch manipulierte Kriege, Aufstände, Hunger und Armut auf der Flucht.
Ich vermisse eine mediale Diskussion darüber, warum so viele Menschen nach Europa fliehen und warum nicht endlich diejenigen an den Pranger gestellt werden, die das Ganze zu verantworten haben. Denn die Ursache der Massenflucht von Millionen Menschen rührt nicht von einer Naturkatastrophe her.
Bei einem Verbrechen belässt man es doch auch nicht bei der Behandlung des Verletzten oder der Beerdigung des Opfers, sondern sucht nach dem Täter sowie der Herkunft der Mordwaffe.

Derzeit drängen Millionen Menschen nach Europa.
Aber: Europa ist bereits jetzt an die Grenzen seiner Kapazitäten gekommen.
In unserem Land leben mittlerweile eine Menge Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Nicht auszudenken, wenn es eine immer wahrscheinlicher werdende Wirtschaftskrise gibt.
Bei einem solchen Szenario funktioniert das Solidarprinzip überhaupt nicht mehr und der Sozialstaat kollabiert, es wird Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen um Nahrungsmittel geben.
Für einen Fall wie diesen wurde offenbar mit den Abhörorganen unserer ziemlich besten Freunden NSA, CIA mit freundschaftlicher Hilfe unserer Geheimdienste gerne dabei geholfen, die eigenen Bürger, Unternehmen, Parteimitglieder etc. auszuspähen.

Mit meinem soeben erschienenen Roman: „Die Unterwanderung – Schleichendes Gift“ thematisiere ich diese massenhafte Totalüberwachung.
Anhand des Beispiels eines Paares um die Vierzig, die sich sozial politisch engagierten, wird aufgezeigt, wie Geheimdienste vorgehen, um jeglichen Widerstand innerhalb der Bevölkerung im Keim zu ersticken.
Die Vorgehensweise ist übel und manipulativ und erinnert an die Stasi-Methoden des Unrechtssystems der ehemaligen DDR, die man mit den heutigen technischen Errungenschaften auf Vordermann brachte.
Ihre Meinung, ob Sie die Romanhandlung in einem Rechtsstaat für möglich halten, interessiert mich.

Zuvor veröffentlichte ich im fhl-Verlag meinen ersten Krimi: „Die Macht im Verborgenen“, bei dem es um einen Freimaurer-Geheimbund geht, der auch vor den kriminellsten Taten nicht zurückschreckt.

Mein zweiter fhl-Krimi Die Selektion - Ein van Berg Krimi - handelt von den illegalen Geschäften mit „Designerbabys“ einer rechts-nationalen Gruppierung.
Der für mich erschreckende Aspekt, von Manipulationen an menschlichem und tierischem Erbgut brachte mich zum Schreiben dieses Buches. Die künstliche Erschaffung von Lebewesen, die Schwangerschaften von Frauen außerhalb des gebärfähigen Alters gehören für mich zum Schrecken unserer Zeitrechnung.
Ich bin froh darüber, dass es diese Möglichkeiten noch nicht vor 75 Jahren gab!

Interessant ist für mich, mit welchen gleichlautenden Worthülsen man in den Medien bemüht ist, uns auch die größten Absurditäten als das normalste von der Welt zu verkaufen. Mit einer kritischen Berichterstattung ist aufgrund des politischen Einflusses auf die Medienlandschaft in den meisten Fällen jedenfalls nicht zu rechnen.

Um die Sache einmal aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten, denn angesichts der täglichen Horror-Meldungen in den Medien, kann einem das Lachen gründlich vergehen, beleuchte ich die Probleme einer skurrilen Patchworkfamilie. In meinem demnächst erscheinenden Eifel-Roman "Volles Programm - Entspannung ist auch keine Lösung" wird der ganz normale Alltagswahnsinn von der humorvollen Seite erzählt. Dabei gelingt es mir allerdings auch nicht, dem politischen Thema völlig zu entfliehen.

Nun wünsche ich Ihnen, gute Unterhaltung,

Ihre

Martina Plischka

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