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Offener Brief an Frau Merkel

Sehr geehrte Frau Merkel!

Jetzt mache ich es doch! Ich schreibe Ihnen einen Brief.
Der Grund ist der, dass einen Tag vor Ihrer Reise zu dem Gipfel nach Brüssel plötzlich der Herr Clooney samt Anhang bei Ihnen auf der Matte stand. Er wollte mit Ihnen über Flüchtlingen reden, dafür hatte er sich extra von Hollywood nach Berlin bemüht. Sie müssen vor wenigen Wochen einen enormen Eindruck auf ihn gemacht haben, da kam er doch bereits schon einmal vorbei. Obwohl Sie anlässlich der Flüchtlingskrise von einem Treffen zum nächsten eilen. Aber Sie nehmen sich für die Anliegen solch wichtiger Persönlichkeiten viel Zeit, genauso als vor einigen Tagen der Herr Leonardo DiCaprio vor der Tür stand. Unverhofft kommt oft, was? Aber der ist deutschstämmig, vielleicht hat der das hier auch mit einem Familienbesuch bei einer Tante verknüpft.
Aber genauso wie Sie, hätte ich das Kofferpacken verschoben und mir Zeit für den netten, gutaussehenden Star genommen. Kommt der in Natura auch so gut rüber wie auf der Leinwand? Hat der Ihnen eigentliche in paar Kapseln mitgebracht? Gibt es da Neuheiten hinsichtlich des Geschmacks? Haben Sie ihm diesbezüglich mal etwas zum Kunststoffmüllproblem hierzulande geäußert? Schmeckte ihm der Kanzleramtskaffee eigentlich? Oder ist das so eine typische drösche braune Plempe wie üblich in Staatsbetrieben?

Frau Merkel, ich habe da einmal einen Fragenkatalog zusammengestellt, Sie können sich zur Beantwortung ruhig etwas Zeit lassen:

Auf jeden Fall werde ich diese Zeitschriften mit der Hofberichtpresse aus Berlin garantiert abonnieren und verschlingen, das garantiere ich. Schon alleine wegen dem smarten Herrn Clooney, dem feschen Herrn Pitt und dem Schlitzohr Herrn DiCaprio. Die jeweils angehängten Damen dürfen gerne daheim bleiben. Vielleicht komme ich mal kurz bei Ihnen vorbei und hole mir meinen Fragebogen ab. Aber nicht mogeln und die Vorgenannten antworten lassen. Der Sean Penn sollte besser daheimbleiben, denn der hatte mir in seiner letzten Rolle, in der er sich real mit dem aus dem mexikanischen Knast ausgebüxten Mafiaboss traf, überhaupt nicht zugesagt.
Aber es wächst in Hollywood immer etwas Neues nach, da darf man gespannt sein. Wird wenigstens nicht langweilig!
So, das war jetzt aber ein langer Fragenkatalog, vielen Dank für Ihre Geduld.
Bis zum nächsten Fragenkatalog, ich habe da wieder etwas in Vorbereitung ....

Ihre Martina Plischka

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