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Unzufriedene deutsche Wähler

Dies hier ist ein Brief, den ich gerne an Frau Merkel schreiben wollte, der es jetzt leider zunächst lediglich auf meine Seite schaffte. Es steht für mich nämlich zu befürchten, dass angesichts sintflutartiger Brief- und E-Mail-Fluten an das Kanzleramt irgendein Bediensteter, vielleicht sogar Herr Seibert persönlich bei der Formulierung des Brieftextes behilflich ist oder am Ende noch ein Pförtner. Obwohl, der Letztgenannte, mitten im wahren Leben stehende, hätte vermutlich die befriedigenderen Antworten parat. Eventuell weiß ein schlauer Roboter im Vorzimmer des Bundeskanzleramtes, den Antworttext und der formuliert das Schreiben einfühlsamer, als wir dies als Menschen je zustände brächten. Die Sache wird zumindest von der Wirtschaft so gesehen, und deshalb schafft man bald aufgrund Kostenersparnis unsere menschliche Arbeitskraft ab.
Vielleicht stimmt es, und intelligente Maschinen sind die besseren Menschen der Zukunft und das wird unser Land verändern.
Ja, Deutschland sollte sich verändern. Offenbar bestehen wir als ein Haufen derart schlechter Menschen, dass man dies von der Regierungsseite so sah.
Genau diese Veränderung hat Frau Merkel doch gewollt, als sie lächelnd in die Kamera blickte und sagte: Wir schaffen das! Nun war ich mir damals nicht sicher, wen sie damit eigentlich meinte. Leider konnte sie noch kein Pressefotograf in einem Flüchtlingslager bei der Essens- Schuh- und Kleiderausgabe vor die Linse bekommen und schon gar nicht bei der Registrierung.
Ach ja, die Registrierung, das funktionierte gar nicht, ein Staat kann schließlich seine Außengrenzen nicht schützen, wo kommen wir denn da hin? Das wäre weder den Grenzbeamten noch Frau Merkel zuzumuten!

Viel Wirbel um die Afd, deren Sprecher es mittlerweile immerhin bis in die Gesprächsrunden sämtlicher Polit-Talks geschafft haben.
Die Regierenden sitzen dort fest auf ihren bequemen Sesseln mit völlig entrüstetem Gesichtsausdruck und beleidigt verkniffenen Mundwinkeln. Den Moderatoren macht der Umgang mit den Schmuddelkindern auch nicht so richtig Freude, das merkt man und die Atmosphäre wirkt irgendwie gezwungen freundlich. Da war das Miteinander in den Polit-Talk-Show früher harmonischer!
Ja, das Thema Flüchtlinge spaltet ein ganzes Land.

Dabei weiß man gar nicht, was die sogenannten Wutbürger denn meinen, schließlich existieren reichlich Chancen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Im Gegenteil, es ist zu viel Arbeit da bei viel zu wenig Menschen.
Selber Schuld, wenn der üppige Lohn oder Hartz-IV gerade mal bis zur Monatsmitte reichen oder das Einkommen mit Sozialleistungen zusammengenommen.
Man muss kreativ sein und sich bücken, dann findet man einen Job, das Geld liegt gewissermaßen auf der Straße:
Es gibt doch genügend weggeworfene Pfandflaschen, auf diese Weise ist das Plastikflaschen-Müllproblem gelöst und die Blumenbeete bleiben sauber. Das erspart wiederum den Müllmann und so haben die Kommunen und der Staat mindestens einen Lohnempfänger pro Ort eingespart. Alleine aus dem Grund würde ich für eine Pfandabgabe auch für Papiermüll und Dosen plädieren.
Auf die Art gelangt alles fein säuberlich wieder dorthin, wo es hingehört und wir sind bald ein Land voller Self-Made-Millionären. Wenn man dann ein Trader wird, kann man aus 50,00 € schnell 1000,00 € und mehr machen und wer das am Rouletttisch der Börsen nicht schnallt, ist selber schuld! Der hat das Spiel nicht begriffen und dem ist nicht mehr zu helfen.
Denn jeder weiß: Wenn man es erst einmal bis dahin geschafft hat, kommt sofort die nächste Million dazu und die Sache läuft wie geschmiert. Versprochen.

Es sei denn, die Kommunen schaffen sich einen Müllsuch-Roboter an um selbst zu kassieren ….

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